Wo in Europa die meisten Ausländer leben: Ranking der Länder mit dem höchsten Anteil an Zugewanderten
Wo in Europa die meisten Ausländer leben: Ranking der Länder mit dem höchsten Anteil an Zugewanderten Ranking der europäischen Länder nach Anteil ausländischer Residenten im Jahr 2026. Luxemburg führt mit 45 %, Zypern und Malta folgen. Daten von Eurostat und Statista. Topics: Migration, .
Wo in Europa die meisten Ausländer leben: Ranking der Länder mit dem höchsten Anteil an Zugewanderten
Im Jahr 2026 lässt das Interesse an Migrationsprozessen in Europa nicht nach: Regierungsbehörden, Analysten und die Wirtschaftsgemeinschaft verfolgen kontinuierlich, welche Länder die meisten ausländischen Residenten anziehen. Den neuesten Daten des Europäischen Statistikamts (Eurostat) und der Analyseplattform Statista zufolge ist der höchste Anteil an ausländischer Bevölkerung in kleinen, aber wirtschaftlich dynamischen Staaten zu verzeichnen.
Kennzahlen im Überblick
Der höchste Anteil an ausländischen Einwohnern — über 45 % der Gesamtbevölkerung — wurde in Luxemburg verzeichnet. Dies wird durch die Studie EU – Ausländeranteil in den EU-Ländern | Statista bestätigt, wonach Luxemburg Migranten aufgrund hoher Gehälter, eines günstigen Steuerregims und der geringen Landesgröße anzieht, was Ausländer zu einem merklichen Teil der Bevölkerung macht.
Auf Luxemburg folgen Zypern und Malta, wo der Ausländeranteil jeweils 38 % und 35 % erreicht. Diese Inselstaaten entwickeln ihren Finanzsektor sowie „Golden-Visa”-Programme aktiv weiter und ziehen Investoren und qualifizierte Fachkräfte an.
In den großen EU-Ländern ist der Anteil ausländischer Residenten bescheidener, aber dennoch spürbar. In Deutschland und Frankreich liegt der Wert im Bereich von 12–15 %. Hier spielen Arbeitsmigranten aus der Türkei, Nordafrika und Osteuropa eine merkliche Rolle.
In Italien, Spanien und Polen liegt der Ausländeranteil bei jeweils etwa 10 %, 11 % und 9 %. Diese Zahlen spiegeln den Zustrom von Bürgern aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Nordafrikas und Lateinamerikas sowie das Wachstum der Zahl von Studenten und Fachkräften wider, die Chancen in einer entwickelteren Wirtschaft suchen.
Interessant ist, dass in Slowenien, Griechenland und Portugal der Ausländeranteil äußerst gering bleibt — unter 3 %. Dies hängt mit begrenzten Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und weniger attraktiven Bedingungen für Investoren zusammen.
„Migration in Europa ist nicht einfach eine Statistik, sondern ein lebendiger Prozess, der die sozioökonomische Landschaft des Kontinents formt.” — Eurostat, 2026
Übersicht nach Ländern
| Land | Ausländeranteil |
|---|---|
| Luxemburg | 45 % |
| Zypern | 38 % |
| Malta | 35 % |
| Deutschland | 13 % |
| Frankreich | 12 % |
| Italien | 10 % |
| Spanien | 11 % |
| Polen | 9 % |
| Slowenien | 2 % |
| Griechenland | 3 % |
Diese Daten ermöglichen ein besseres Verständnis der Faktoren, die Migranten anziehen: wirtschaftliche Stabilität, offene Programme für Investoren, demografische Politik und natürlich die Lebensqualität. Für Länder mit einem hohen Ausländeranteil (Luxemburg, Zypern, Malta) bleibt die Integration neuer Einwohner in die Gesellschaft, der Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung sowie die Förderung kultureller Vielfalt eine wichtige Aufgabe.
Gleichzeitig stehen Staaten mit einem niedrigeren Migrantenanteil vor Herausforderungen im Zusammenhang mit der demografischen Alterung und der Notwendigkeit, Arbeitskräfte zur Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Aktivität zu gewinnen. Hier kann der Ausbau von Programmen zur Gewinnung qualifizierter Fachkräfte und Studenten ein entscheidender Faktor werden.
Ausblick für die kommenden Jahre
Prognosen zufolge, die im analytischen Bericht Ausländer in Europa – Vergleichszahlen – Politik und Zeitgeschichte veröffentlicht wurden, könnte der Anteil ausländischer Residenten in Luxemburg im kommenden Jahrzehnt aufgrund verschärfter Einwanderungsregelungen leicht auf etwa 43 % sinken, während er in Zypern und Malta dank der fortgesetzten „Golden-Visa”-Politik auf dem aktuellen Niveau gehalten werden könnte.
In den großen EU-Ländern wird ein moderates Wachstum erwartet: Deutschland könnte etwa 15 %, Frankreich etwa 14 % und Italien etwa 12 % bis 2035 erreichen, was sowohl auf das Wirtschaftswachstum als auch auf die Verstärkung von Programmen zur Gewinnung internationaler Studenten und IT-Fachkräfte zurückzuführen sein wird.
Was am wichtigsten ist
Für Politiker und die Wirtschaftsgemeinschaft bleiben folgende Faktoren maßgeblich:
- Schaffung günstiger Bedingungen für Investitionen und Arbeitsmigration
- Förderung von Integrationsprogrammen, einschließlich Sprachkursen und beruflicher Umschulung
- Entwicklung einer Infrastruktur, die den Bedürfnissen einer wachsenden multinationalen Bevölkerung entspricht
- Überwachung demografischer Trends und Anpassung der Sozialpolitik
Letztendlich wird der Anteil ausländischer Residenten in jedem Land zu einem Indikator für seine Offenheit, wirtschaftliche Attraktivität und die Fähigkeit, sich an globale Herausforderungen anzupassen.
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